Transparenz ist kein Marketing-Buzzword, sondern die Grundlage für eine informierte Entscheidung. Auf dieser Seite findest du die wissenschaftlichen Hintergründe zu den sechs Wirkstoffen in Dermafix – sachlich zusammengefasst und mit Verweisen auf die zugehörige Fachliteratur.

Die hier aufgeführten Studien beziehen sich auf die einzelnen Inhaltsstoffe, nicht auf das Gesamtprodukt Dermafix. Ergebnisse aus Laborstudien (in vitro) oder Tiermodellen lassen sich nicht ohne Weiteres auf die Anwendung am Menschen übertragen.

🌿 Teebaumöl (Melaleuca alternifolia)

Kaum ein ätherisches Öl ist im Zusammenhang mit Nagelpilz so intensiv untersucht worden wie Teebaumöl. Der Hauptwirkstoff Terpinen-4-ol gilt als einer der zentralen Treiber der antimikrobiellen Aktivität.

In einer doppelblinden, randomisierten Studie von Buck et al. (1994) wurde 100 % Teebaumöl über sechs Monate mit 1 % Clotrimazol bei 117 Patienten mit Onychomykose verglichen. Beide Gruppen zeigten vergleichbare Verbesserungen im Nagelerscheinungsbild – ein bemerkenswertes Ergebnis für einen natürlichen Wirkstoff gegenüber einem etablierten Antimykotikum (Studie auf PubMed einsehen).

Sookto et al. (1999) untersuchten eine Kombination aus 5 % Teebaumöl und 2 % Butenafin-Hydrochlorid in einer Creme. Nach 16 Wochen waren 80 % der Teilnehmer in der Behandlungsgruppe geheilt – in der Placebogruppe kein einziger (Randomisierte Studie auf PubMed).

Neuere In-vitro-Arbeiten bestätigen diesen Trend. González-García et al. (2021) zeigten, dass Teebaumöl das Wachstum von Trichophyton rubrum – dem häufigsten Nagelpilz-Erreger – bereits ab einer Konzentration von 0,04 % hemmt. Bei Trichophyton mentagrophytes trat sogar bei 0,07 % eine vollständige Inhibition ein (In-vitro-Ergebnisse auf PubMed).

Ein systematischer Review von Mervak et al. (2022) im Fachjournal Skin Appendage Disorders identifizierte insgesamt fünf klinische Studien zu Teebaumöl bei Onychomykose und ordnete den Wirkstoff als vielversprechende komplementäre Option ein – bei gleichzeitigem Hinweis auf den Bedarf an größeren, placebokontrollierten Studien (Systematischer Review bei Karger).

🛡️ Kolloidales Silber

Silber wird seit der Antike mit antimikrobiellen Eigenschaften in Verbindung gebracht. Die moderne Forschung differenziert allerdings stark zwischen verschiedenen Formulierungen – Silber-Nanopartikel verhalten sich beispielsweise anders als klassische kolloide Lösungen.

Montano et al. (2019) untersuchten ein Kolloidal-Silber-Präparat mit besonders kleinen Nanopartikeln (0,62 nm) an menschlichen Keratinozyten (HaCaT-Zellen). Selbst in hohen Konzentrationen zeigte sich keine negative Wirkung auf die Zellproliferation. Gleichzeitig steigerte die Behandlung die Zellmigration – ein relevanter Faktor für Wundheilungsprozesse – und beeinflusste die Rekrutierung von E-Cadherin an Zell-Zell-Kontakten (Keratinozyten-Studie auf PubMed).

Auf breiterer Ebene zeigte eine Untersuchung von Liao et al. (2020) bakterizide Wirkung von kolloidalem Silber gegen sowohl gram-negative als auch gram-positive Bakterien, einschließlich multiresistenter Stämme. Die Autoren betonten den multimodalen Wirkmechanismus, der das Risiko für Resistenzbildung potenziell reduziert (Antimikrobielle Breitbandwirkung auf PubMed).

Ein umfassender Review von Politano et al. (2022) fasste den Stand der Forschung zusammen: Neuere Silber-Formulierungen sind vielversprechend, es bedarf jedoch weiterer prospektiver In-vivo-Studien, um das klinische Potenzial vollständig zu bewerten (Review zur klinischen Relevanz auf PubMed).

💧 Emu-Öl

Emu-Öl ist reich an ungesättigten Fettsäuren der Omega-9-, Omega-6- und Omega-3-Reihe. In der Hautpflege ist es vor allem wegen zweier Eigenschaften interessant: seiner entzündungshemmenden Wirkung und seiner Fähigkeit, als Penetrationsverstärker die Aufnahme anderer Wirkstoffe in tiefere Hautschichten zu unterstützen.

Whitehouse et al. (1998) untersuchten Emu-Öl im Rahmen der traditionellen australischen Aborigine-Medizin und beschrieben eine nicht-toxische, transdermal wirksame entzündungshemmende Wirkung im Arthritis-Modell bei Ratten. Die Autoren betonten, dass die Anwendung keine der typischen NSAID-Nebenwirkungen wie Thrombozytenhemmung oder Magentoxizität auslöste (Transdermal-Studie auf PubMed).

Afshar et al. (2016) belegten in einer Tierstudie die Fähigkeit von topisch angewendetem Emu-Öl, die Wundheilung bei Verbrennungen positiv zu beeinflussen – unter anderem durch Modulation der Entzündungszellen und Unterstützung der Haarfollikelregeneration (Wundheilungsstudie bei PMC).

Besonders relevant für die Anwendung in Dermafix: Khalil et al. (2017) untersuchten den Penetrationsenhancement-Mechanismus von Emu-Öl mittels Infrarot-Mikrospektroskopie und zeigten, dass Emu-Öl die Proteinstruktur des Stratum Corneum beeinflusst und dadurch die Durchlässigkeit für andere Wirkstoffe erhöht (Penetrationsmechanismus auf PubMed).

Ein Review von Jeengar et al. (2014) fasste zusammen, dass Emu-Öl entzündungshemmend, feuchtigkeitsspendend und als Penetrationsverstärker für topische Formulierungen wirkt – bei einem günstigen Sicherheitsprofil (Übersichtsarbeit zu Emu-Öl auf PubMed).

✨ Vitamin E (Tocopherol)

Vitamin E ist eines der am längsten genutzten Antioxidantien in der Dermatologie. Es schützt Zellmembranen vor oxidativem Stress und unterstützt so die Regeneration von Haut und Nägeln.

Ayres und Mihan beschrieben bereits in den 1970er und 1980er Jahren die positive Wirkung von oralem Alpha-Tocopherol beim sogenannten Yellow-Nail-Syndrom – einer Erkrankung, bei der das Nagelwachstum deutlich verlangsamt ist. Williams et al. (1991) bestätigten dies in einer doppelblinden Studie: Nägel, die mit topischer Vitamin-E-Lösung behandelt wurden, zeigten nach sechs Monaten deutliche klinische Verbesserungen und eine erhöhte Nagelwachstumsrate (Doppelblindstudie auf PubMed).

Alessandrini et al. (2019) untersuchten ein topisches Nagelöl mit Tocopherolacetat in Kombination mit ätherischen Ölen bei leichter bis mittelschwerer Onychomykose. Die Ergebnisse zeigten eine Verbesserung des klinischen Erscheinungsbilds bereits in den ersten Behandlungswochen – sowie eine nachhaltige Wirkung über den Behandlungszeitraum hinaus (Klinische Studie bei PMC).

Ein Review im Indian Dermatology Online Journal bestätigt das breite dermatologische Anwendungsspektrum von Vitamin E als Antioxidans, das unter anderem die Kollagenbiosynthese unterstützt und vor UV-induziertem Zellschaden schützt (Dermatologischer Review bei PMC).

🧬 Bacillus-Ferment

Bacillus-Ferment ist ein postbiotischer Inhaltsstoff, der durch kontrollierte Fermentation von Bacillus-Bakterien (häufig Bacillus subtilis) gewonnen wird. Der Prozess erzeugt ein Gemisch aus Enzymen (Proteasen, Lipasen), Peptiden und Aminosäuren.

Die Forschung zu mikrobiellen Fermenten in der Hautpflege hat in den letzten Jahren erheblich zugenommen. Ein Review von Llorente et al. (2023) im Fachjournal Fermentation fasste zusammen, dass fermentationsbasierte Inhaltsstoffe sanfte enzymatische Exfoliation ermöglichen, indem Proteasen und Keratinasen abgestorbene Hautzellen an der Oberfläche lösen – ohne die mechanische Reizung klassischer Peelings (Review zu fermentierten Kosmetikinhaltsstoffen bei MDPI).

Darüber hinaus zeigen Untersuchungen, dass Bacillus-Ferment das natürliche Hautmikrobiom positiv beeinflusst: Es fördert das Wachstum nützlicher Bakterien und unterstützt die Barrierefunktion der Haut. In-vitro-Studien deuten darauf hin, dass Bacillus-Ferment den Feuchtigkeitsgehalt der Keratinozyten schützt und so zur Stärkung der Hautbarriere beiträgt.

Für die Anwendung am Nagelbett bedeutet das: Die enzymatische Wirkung kann dazu beitragen, die Oberfläche des Nagels und der umgebenden Haut zu pflegen und Ablagerungen sanft zu lösen, die die Aufnahme anderer Wirkstoffe behindern könnten.

💎 Squalan

Squalan ist die hydrierte, oxidationsstabile Form von Squalen – einem natürlichen Bestandteil des menschlichen Sebums (Hauttalgs), der rund 13 % dessen ausmacht. Mit zunehmendem Alter nimmt die körpereigene Squalen-Produktion ab.

Huang et al. (2012) veröffentlichten eine Arbeit, die die feuchtigkeitserhaltenden, antioxidativen und als Wirkstoffträger fungierenden Eigenschaften von Squalan zusammenfasste. Die Autoren betonten das Potenzial für kosmetische und pharmazeutische Anwendungen (Übersichtsarbeit zu Squalan auf PubMed).

Pałka et al. (2025) zeigten in einer aktuellen Studie, dass Squalan in niedrigen Konzentrationen UVA-induzierten oxidativen Stress in menschlichen Fibroblasten reduziert, die Kollagenbiosynthese fördert und entzündungshemmend wirkt – unter anderem durch Hemmung der NF-κB- und COX-2-Expression. Zusätzlich beschleunigte Squalan die Zellmigration im Wundheilungsmodell (Aktuelle Fibroblastenstudie bei Molecules).

Für die Anwendung rund um das Nagelbett ist eine weitere Eigenschaft entscheidend: Squalan dient als natürlicher Penetrationsenhancer. Oliveira et al. (2022) zeigten in einer Ex-vivo-Studie, dass die Zugabe von 5 % Squalan die Verweildauer von Wirkstoffen in der Haut signifikant erhöhte (Ex-vivo-Penetrationsstudie auf PubMed). Das Cosmetic Ingredient Review (CIR) Expert Panel bestätigte darüber hinaus die Sicherheit von Squalan als kosmetischen Inhaltsstoff.

Die auf dieser Seite genannten Studien beziehen sich auf einzelne Wirkstoffe und stellen keine Wirksamkeitsbelege für das Produkt Dermafix dar. Diese Übersicht dient ausschließlich der Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Verdacht auf Nagelpilz oder andere Nagelerkrankungen empfehlen wir die Konsultation eines Dermatologen.

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